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ein persönlicher Reiseberich

vom 15.11.2000 bis 05.12.2000
aufgezeichnet von Norbert Wendelin

 

 

 

 

Mittwoch, 15.11.2000

13:20 Abflug vom Flughafen Wien-Schwechat mit einer Boeing 777 der Malaysia Airlines nach Perth über Kuala Lumpur. Einigen von uns (so wie auch mir) die noch nie in einem Flugzeug saßen, merkt man die Nervosität schon etwas an, aber auch diejenigen die schon öfters in der Luft waren zeigen eine gewisse Unruhe - kein Wunder auch, geht doch die Reise über eine Distanz die nicht gerade als alltäglich zu bezeichnen ist. Die Erkenntnis ist jedoch diese: "Fliegen ist genauso wie schnell Busfahren, nur viel ruhiger - und die schönen Flugbegleiterinnen machen einen Flug weit angenehmer als eine Busfahrt (noch dazu gibt es bei Malaysia Airlines besonders hübsche Mädchen).

Donnerstag, 16.11.2000

07:40 Ortszeit Zwischenlandung in Kuala Lumpur – es ist eine Bilderbuchlandung, die Bodenberührung ist kaum spürbar.

09:55 Abflug nach Perth. Müdigkeit macht sich breit, der Flug verläuft ohne besondere Vorkommnisse – der Großteil der Zeit wird schlafend verbracht.

15:14 Ortszeit Perth. Die Landung in Perth ist schon etwas wilder - bei starkem Rückenwind muss der Pilot noch einmal durchstarten damit die Maschine nicht zu Boden gedrückt wird. Der anschließende Schlitterkurs nach Bodenkontakt jagt selbst den Vielfliegern unter uns den Schrecken in die Glieder. Da hat man es als Unerfahrener schon etwas leichter, da man ja nicht genau weiß wie eine Landung auszusehen hat. Der Pilot entschuldigt sich nachdem er die Maschine zum Stillstand gebracht hat, für die holprige Landung, und keiner ist ihm mehr böse.

Nach längerer Wartezeit wegen der Einreiseformalitäten geht die Zollabwicklung rascher vonstatten als wir uns vorgestellt hatten. In der Ankunftshalle werden wir schon von Sepp Schauer (der Organisator unserer Reise in Australien), Paul Berger (der Initiator der Reise und unser Fürsprecher bei Sepp Schauer) und seiner Frau Karoline sowie einer Abordnung aus dem Old Austria Club of West Australia aus Maddington erwartet (an der Spitze des Komitees Präsident Jürgen Manthey-Gerard, der sich extra einige Zeit von seiner Arbeit freimachte um uns am Airport zu empfangen). Auch der Busfahrer begrüßt uns original australisch mit "good day mate" – was wir aufgrund des Aussie-Dialektes aber nicht gleich kapieren. Die Fahrt ins Hotel dauert nicht allzu lange und auch die Zimmervergabe ist rasch abgewickelt. Nach einer kurzen Erfrischung geht es um 19:30 in ein österreichisches Lokal zum Abendessen (Schnitzel, Schweinsbraten, Szegediner mit Würstel, Schweinsstelze alles wie daheim).

Nach dem Essen setzt sich die Müdigkeit durch und so mancher sucht sein Hotelzimmer auf. Dass einige aber ihr Bett überhaupt nicht finden können, wird jeder der unsere Gruppe näher kennt schon im Voraus geahnt haben.

Freitag, 17.11.2000

09:00 nach einem ausgiebigen Frühstück geht es auf zur Stadtbesichtigung per Bus. Perth ist die Hauptstadt von West Australia, liegt am Swan-River mehrere Kilometer flussaufwärts von der Flussmündung am Indischen Ozean entfernt und ist eine wunderschöne, saubere Stadt und großzügig angelegt (wie fast alle Städte Australiens). Anschließend Wanderung durch den Kings Park und den Botanischen Garten und Fahrt an die Küste mit Kurzaufenthalt in Fremantle, einer wunderschönen, idyllischen Vorstadt – und zusätzlich der wichtigste Hafen von Westaustralien. Schöne Sandstrände und Buchten säumen die Küste. Da aber erst drei Wochen vor unserer Ankunft, an dieser Küste ein Mensch von einem Hai angefallen und getötet wurde, hält es keiner für notwendig seine Badesachen auszuprobieren..

Um 17:30 Abfahrt zum Old Austria Club of West Australia per Bus. Der Club liegt etwa 25 km von der Stadtmitte entfernt. Zunächst fragt man sich ob hier wohl auch Publikum zu erwarten wäre. Aber schon bald wird man eines Besseren belehrt - es treffen sogar Leute ein, die auch eine Anreise von über 300 km nicht gescheut haben – aber wie man im weiteren Gespräch erfährt, sind das in Australien ganz normale Distanzen. Wenn man bedenkt, dass ganz West Australia 1,8 Mio Einwohner hat, und 1,2 Mio davon in der Stadt Perth leben kann man sich auch gut vorstellen, wie menschenleer dieser größte Staat Australiens (2.525.500 km²) sein muss.

Das Konzert scheint einen äußerst guten Anklang gefunden zu haben. Das Publikum singt begeistert mit und auch das Tanzparkett wird eifrig genutzt. Wir sind rundum zufrieden und angetan von der Gastfreundschaft dieser lieben Menschen - ein Eindruck der uns auf unserer gesamten Reise durch Australien begleiten wird.

Samstag, 18.11.2000

00:30 Rückfahrt ins Hotel, wieder scheuen sich einige davor Ihr Hotelzimmer aufzusuchen.

03:00 Wecken, anschließend Frühstück und um 04:30 Abfahrt zum Domestic Airport Perth.

Check-In ist rasch durchgeführt, allein mit unserem Übergepäck (4 Stk Alu-Kisten mit Noten, Notenständer, Tonträger, Boxen und Mischpult) gibt es Schwierigkeiten, da das Gewicht der Kisten zwischen 62 und 90 kg beträgt. Ansett weigert sich die vier Kisten mit dem Airbus 320 nach Adelaide mitzunehmen, und schickt dieselben per Frachtmaschine am Nachmittag nach. Da am Abend um 20:00 ein Konzert im Austrian Club Adelaide zu spielen ist, könnte diese Situation kritisch werden.

05:40 Abflug nach Adelaide - nach 2 Stunden und 40 Minuten Flug kommen wir gut und sicher in der Hauptstadt von South Australia an. Die Temperaturen sind hier gleich um einiges höher als in Perth. Wir besteigen den Bus und begeben uns ins Hotel Chifley on South Terrace. Dort angekommen, genügt ein Telefonat von Sepp Schauer und die Kisten sind schon mit der nächsten Maschine über Melbourne, nach Adelaide unterwegs. Die Zimmervergabe schleppt sich dahin, sodaß einige erst nach 3 Stunden ihr Quartier beziehen können. Um 16:00 Uhr machen sich Boss (Robert Maar) und Herbert (der Chef des ansässigen Austrian Clubs auf, um die schwere Fracht abzuholen ("they are crazy" - Wortlaut des Clubchefs nach dem ersten Hebeversuch).

Um 17:30 Abfahrt zum Club (Karl Acs und Natascha Rojatz kommen mit dem Taxi nach, da sie die Abfahrt verpasst hatten - das Konzert findet im Freien statt, das Publikum geht noch mehr mit als in Perth - alle sind begeistert. Als wir die Heimfahrt antreten sollen wollen die Verabschiedungen kein Ende nehmen.

Sonntag, 19.11.2000

00:45 Abfahrt ins Hotel, einige gehen schlafen, der Großteil nicht.

09:00 Abfahrt zur Stadtbesichtigung - einige haben es wieder nicht geschafft rechtzeitig aufzustehen.

Adelaide (1,1 Mio Einwohner) ist die Hauptstadt von South Australia (1,5 Mio Einwohner auf 984.000 km²) und wurde nach der Gemahlin Wilhelms IV. benannt, der zur Gründungszeit der Stadt in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts britischer König war. Im Bundesstaat South Australia leben die Nachfahren der australischen Urbevölkerung, die Aborigines, und die Nachkommen europäischer Einwanderer, hauptsächlich Briten und Iren. Die Stadtbesichtigung ist wieder sehr interessant, der Ausblick auf die Stadt vom Mount Lofty ein wunderschöner Anblick. Weniger schön ist dann die Erkenntnis, dass nach der Rückkehr vom Mittagessen (Gouger Palace - China-Restaurant) meine Digital-Kamera und auch mein Digital-Fotoapparat aus dem Zimmer verschwunden sind. Eine Anzeige bei der Polizei tut dem Anspruch auf bürokratische Aufarbeitung des Falles Genüge - eine Aussicht die Kamera und den Fotoapparat wiederzusehen wird man wohl in die Kategorie Wunder einreihen müssen.

Montag, 20.11.2000

08:30 Abfahrt Flughafen Adelaide. Check-In läuft ganz ruhig und diszipliniert ab – diesmal gibt es auch keine Schwierigkeiten mit unseren Alu-Kisten (die schon liebevoll "Big-Silver" genannt werden) - der Angestellte am Schalter ist geborener Schweizer und nimmt auch die beiden MCs gerne entgegen, die ich ihm zur Kompensation für unser Übergepäck anbiete. Nach einer Stunde und 10 Minuten Flug mit einer Boeing 737 landen wir sicher im stark bewölkten Melbourne. Nach der Zimmervergabe im Hotel Chifley on Flemington beginnt um 13:00 Uhr die Fahrt nach Phillip-Island zur Penguin-Parade. Unterwegs machen wir noch Halt bei einem kleinen Tierpark um zum ersten Mal Kängurus, Koalas, Emus und Dingos zu sehen.

Auf Phillip-Island stoppen wir wieder in einem Ort namens Cowes um eine Kleinigkeit zu essen. Dann geht es weiter zu den Pinguinen. Diese kommen um 20:20 aus dem Meer und begeben sich zu Ihren Schlafplätzen. Nachdem wir dieses Schauspiel bewundern durften steigen auch wir in den Bus um es den Pinguinen gleichzutun.

Dienstag, 21.11.2000

09:00 Sightseeing-Tour durch Melbourne mit Besuch beim Juwelier Alban & Cherny zur Besichtigung des größten ungeschliffenen Opals der Welt (Wert ca. 2,5 AUD). Die französische Reiseführerin bringt uns kompetent und in deutscher Sprache die Sehenswürdigkeiten und Geschichte dieser Weltmetropole näher. Als zweitgrößte Stadt (3,2 Mio Einwohner) in Australien und Hauptstadt von Victoria (5 Mio Einwohner auf 227.600 km²) ist Melbourne der größte Industriestandort des Bundesstaates. Im Gegensatz zu anderen Siedlungen im Südosten Australiens war Melbourne nie eine Strafkolonie, sondern wurde von Anfang an als Wohngebiet mit breiten Straßen und weitläufigen Parks geplant. 1835 begann der Unternehmer John Batman mit den Aborigines Handel zu treiben. Er versorgte sie mit Decken, Werkzeugen und Mehl und erhielt dafür das Land entlang des Flusses Yarra an der engen Mündung der Port Phillip Bay. 1837 erhielt die Stadt zu Ehren des damaligen Premierministers von Großbritannien, William Lamb, 2. Viscount Melbourne, ihren heutigen Namen. 1851 kam sie von New South Wales zu der neugebildeten britischen Kolonie Victoria und wurde deren Hauptstadt. Der um diese Zeit ausbrechende Goldrausch verhalf der Stadt zu ihrem ersten großen Wachstumsschub und war gleichzeitig der Beginn einer lange andauernden Rivalität mit Sydney um die Rolle der wichtigsten Stadt des Landes. Melbourne ging daraus als Sieger hervor und war von 1901 bis 1927 die Hauptstadt von Australien. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wuchs die Stadt weiter an, als europäische Einwanderer, angelockt von den großzügigen Versprechungen der australischen Regierung, nach Melbourne strömten, um in den Fabriken zu arbeiten. Auch heute noch spürt man in der Stadt eine große Weltoffenheit, die teilweise auf die Anwesenheit der zahlreichen Immigranten zurückzuführen ist. Diese kommen in letzter Zeit überwiegend aus verschiedenen Ländern Südostasiens. Die hohe Lebensqualität von Melbourne beruht u. a. auf den zahlreichen Erholungsmöglichkeiten, die die Stadt bietet: Teure Vorstadtsiedlungen mit gepflegten Gärten säumen die östliche Küste der Port Phillip Bay, während Parks, Naturschutzgebiete, Sportplätze, Schwimmbäder und Golfplätze in der ganzen Stadt zu finden sind. Das Angebot an Freiluftsportarten reicht von Wassersport in der Bucht bis hin zum Skifahren in den nahe gelegenen Wintersportgebieten. Das städtische Finanz- und Industriegebiet liegt im Geschäftsviertel der Innenstadt, die man bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie U-Bahn, Straßenbahn oder Bussen, erreichen kann. Die Fertigstellung des Kunstmuseums National Gallery of Victoria bildete eine wichtige Bereicherung des kulturellen Angebots von Melbourne.

Das Stadtbild Melbournes wird von zahlreichen Bürohochhäusern beherrscht. Sehenswerte Bauwerke sind u. a. das State Parliament House, die Royal Exhibition Buildings, der Shrine of Rememberance, die Börse (1968) und die Saint Patrick’s Cathedral. In den Fitzroy Gardens wurde das Haus aufgebaut, in dem der britische Seefahrer und Entdecker James Cook seine Kindheit verbrachte. Er nahm 1770 die Ostküste Australiens für Großbritannien in Besitz. Ebenfalls erwähnenswert sind das Government House, die Royal Botanic Gardens und das National Herbarium. Die Universität von Melbourne (1853) befindet sich in Parkville. Natürlich wird im Zuge dieser Sightseeing Tour auch ein traditionelles Bier-Pub aufgesucht.

17:30 Abfahrt zum Konzert im Austrian-Club Geelong. Geelong eine kleine Hafenstadt an der Corio Bay nahe Melbourne. Der Club ist sehr schön, das Publikum zeigt sich höchst begeistert und spart auch nicht damit dies mehrmals und lautstark zu bekunden.

Mittwoch, 22.11.2000

Ganzer Tag frei - einige besuchen das Aquarium worin die Wunderwelt des südlichen Ozeans zu bestaunen ist, andere machen sich die Zeit für einen Stadtbummel zunutze, und wieder andere nehmen die Gelegenheit für einen erholsamen Schlaf wahr. Nachdem zu Mittag ein Teil der von Paul Berger gespendeten Würste samt Brot verzehrt war, ziehen sich die meisten noch schnell zu einem kurzen Schönheitsschlaf zurück, bevor um 17:30 zum Austria-Club Melbourne (Stammclub von Sepp Schauer und Paul Berger) abgefahren wird. Ein wunderschöner Club mit herzlichen Menschen, wie auch sonst in den Clubs zuvor, merkt man hier genauso die überschwängliche Freude der Clubmitglieder Menschen aus der alten Heimat zu treffen. Hier findet auch die Übergabe der von Sepp Pfeiffer für Sepp Schauer geschnitzten Uhr samt Schnaps, Buch und T-Shirts statt. Auch Paul Berger erhält ein Geschenk und zwar in Form eines Autogrammplakates von "Wendi's Böhmischer Blasmusik". Überreicht wird im dieses von Sepp Schauer, der sich damit bei Paul dafür bedankt, ihn auf unsere Kapelle aufmerksam gemacht zu haben. Es sind dies rührende Momente, und unsere Musik trägt das ihrige dazu bei, wieder einmal mehr die Leute zu begeistern und den Abend als großen Erfolg für alle Beteiligten enden zu lassen.

Donnerstag, 23.11.2000

Um 00:30 muss pünktlichst ins Hotel zurückgefahren werden da um 08:00 die Busfahrt nach Canberra beginnt.

Um 10:00 Besuch einer Winery (Mitchelton) nahe Mitchellstown mit Wein- und Zitronenverkostung. Victoria besteht aus neunzehn einzelnen Weinregionen, von denen sich die meisten innerhalb eines 200 Kilometer breiten Radius’ von Melbourne befinden. Die Vorposten bilden das im entfernten Westen liegende, ausgesprochen kühle Drumborg in der Nähe von Portland, das riesige Mengen erzeugende Murray Valley, das sich hinter Mildura in der entlegensten nordwestlichen Ecke ausdehnt, sowie, im Nordosten, Rutherglen und Milawa. Dazwischen werden nahezu jeder Weintyp und jedes Klima abgedeckt, obwohl der Großteil der berühmtesten Victoria-Weine aus verhältnismäßig kleinen Weinkellereien stammt.

Wieder auf dem Hume Highway machen wir Rast beim Ettamogah-Pub, verzehren den Rest der Würste von Paul Berger und spülen gründlich mit Bier.

18:00 Uhr Ankunft Gold Creek-Station, Einweisung in Schafschur und Bumerang-Wurf, danach Verköstigung mit Steaks und Schafwürsten und viel Bier.

20:00 Abfahrt ins Hotel Canberra Rex.

Freitag, 24.11.2000

08:30 Sightseeing Canberra. Canberra (350.000 Einwohner), die Hauptstadt von Australien, ist eine moderne, rasch wachsende Stadt, die in einem überwiegend landwirtschaftlich genutzten Gebiet am Molonglo liegt. Sie ist rings um den künstlichen See Lake Burley Griffin angelegt. Canberra ist auch das wirtschaftliche Zentrum für die nahe gelegenen Gemeinden Weston Creek, Belconnen und Queanbeyan. Hauptarbeitgeber in Canberra ist die Regierung, aber der Fremdenverkehr und die Leichtindustrie gewinnen an Bedeutung. Sehenswürdigkeiten in Canberra sind das 1988 eingeweihte neue Parliament House, die Kirche Sankt Johannes der Täufer (1840) und der Captain Cook-Brunnen. In Canberra befindet sich auch die Verwaltung von Australiens größter Forschungseinrichtung, der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization. Das Gebiet um Canberra wurde um 1824 von Europäern besiedelt. 1908 wurde beschlossen, das kaum bewohnte Gebiet zur Hauptstadt von Australien zu machen. 1913 begann man mit dem Bau, der durch den 1. Weltkrieg unterbrochen wurde. Wie schon erwähnt zog erst 1927 das Parlament von Melbourne nach Canberra um.

Nach einem Panoramablick vom Mount Ainslie über die schöne Stadt, besichtigen wir natürlich auch das Parliament House und bekommen auch Einblick in das Gefüge der australischen Regierung. Danach folgt ein Empfang beim österreichischen Botschafter Koller in der österreichischen Botschaft. 11:00 weiter auf den Weg nach Sydney. Das Mittagessen nehmen wir in Goulburn beim Big Merino ein.

15:30 Ankunft in Sydney Hotel Cambridge Park Inn, Riley Street gleich in der City von Sydney. Es bleibt etwas Zeit zum Relaxen danach geht es zum Konzert zum AC Frenchs Forest. Ein eher mäßig besuchter Club, trotzdem ein großer Erfolg beim Publikum. Hier treffen wir auch auf einen Musikkollegen aus der Slowakei, der erst vor kurzem nach Sydney ausgewandert ist, und mit einigen aus unserer Kapelle früher gemeinsam musiziert hatte.

Samstag, 25.11.2000

08:30 Start zur Sightseeing-Tour durch Sydney. Sydney (4 Mio Einwohner) liegt im Südosten von Australien, und ist die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales (6,5 Mio Einwohner auf 601.800 km²). Sydney ist die größte Stadt von Australien und erstreckt sich auf einer Fläche von 12.406 km² an der Südküste der Port Jackson Bay, einem Seitenarm des Pazifischen Ozeans. Die Region der Metropole reicht vom Hawkesbury River im Norden bis jenseits der Botany Bucht im Süden und von den Blue Mountains im Westen bis zum Pazifischen Ozean im Osten. Sydney ist eines von Australiens Industrie-, Handels-, Finanz- und Transportzentren. Mehrere große Gesellschaften des Landes haben hier ihren Hauptsitz: die News Corporation, die im Besitz des australischen Medienmagnaten Rupert Murdoch ist, sowie die Westpac Banking Corporation. Die Börse von Sydney ist die größte Australiens. Industriell hergestellt werden Metallwaren, Maschinen, Kleidung, Fertignahrungsmittel, elektronische Geräte, Automobile und Erdölprodukte. Der natürliche Hafen, der seit den stürmischen Anfängen als Gefängniskolonie das Herzstück der dynamischen Metropole darstellt, erstreckt sich entlang Port Jackson und besitzt moderne Anlagen für Containerschiffe. Der größte Teil des australischen Außenhandels wird über Sydney abgewickelt. Dazu gehören die Exportprodukte Weizen, Wolle und Fleisch. Andere Transporteinrichtungen sind der Flughafen Kingsford Smith, mehrere Eisenbahnlinien, Hauptverbindungsstraßen sowie Fähr- und Kufenbootverbindungen. Sydney hat ein gemäßigtes Klima mit warmen Sommern und milden Wintern. Die Stadt besitzt große Parkanlagen und Sandstrände wie Bondi Beach am Pazifischen Ozean. Port Jackson wird von der anmutigen Sydney Harbour Bridge überspannt, einer aus einem Monostahlbogen konstruierten Brücke. Die Bucht ist ein beliebter Ort für Jachtbesitzer. Das Zentrum der Stadt hat zahlreiche Wolkenkratzer. Das höchste Gebäude ist der Australia Square Tower (172 Meter). Der größte Teil der Bevölkerung ist britischer oder irischer Abstammung. Viele Einwohner sind aber auch asiatischen, griechischen oder italienischen Ursprungs.

Zu den Bildungseinrichtungen zählen die Macquarie-Universität (1964), die Universität von New South Wales (1948), die Universität von Sydney (1850), die Technische Universität von Sydney (1990, gegründet 1965 als das New-South-Wales-Institut für Technik) und das New-South-Wales-Konservatorium für Musik. Sydney hat auch mehrere Museen. Bemerkenswert sind die Kunstgalerie von New South Wales, das Australian Museum und die Church Missionary Society Aboriginal Art Gallery, eine Kunstgalerie mit Ausstellungsstücken von Aborigines. Andere kulturelle Anziehungspunkte sind die Staatliche Bibliothek von New South Wales mit fast zwei Millionen ausgestellter Bücher sowie das Opera House mit seiner eindrucksvollen Architektur (1973), das in Form riesiger Muschelschalen in den Hafen von Port Jackson hineinragt.

Der britische Forscher und Seefahrer Captain James Cook sichtete Port Jackson 1770 und gab ihm den Namen. Die erste europäische Ansiedlung in Australien wurde auf dem Gelände des heutigen Sydney von Captain Arthur Phillip 1788 errichtet. Sie hieß Sydney Cove, nach dem britischen Innenminister Thomas Townshend, 1. Viscount Sydney. Sträflinge, die von Großbritannien nach Australien geschickt wurden, bildeten diese Kolonie. Aber auch eine wachsende Anzahl freier Siedler wanderte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein, als New South Wales von Schaf- und Rinderzüchtern sowie Weizenbauern nutzbar gemacht wurde. Nach der Entdeckung von Gold im Südosten des australischen Bundesstaates Victoria 1851 wuchs die Bevölkerung rapide, nämlich von etwa 60.000 (1850) auf fast 400.000 Einwohner 1890. Die Einmilliongrenze wurde in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts überschritten.

1991 genehmigte die australische Regierung Pläne, eine dritte Startbahn an Sydneys Kingsford Smith International Airport zu bauen, als Versuch, das Verkehrsaufkommen zu entlasten. Im Januar 1994 fegten große Buschfeuer über New South Wales hinweg und zerstörten Hunderte von Häusern in den Vororten der Stadt. Sydney war im Jahr 2000 Austragungsort der Olympischen Sommerspiele.

12:30 Lunch-Cuise Hafenrundfahrt mit dem Katamaran "Spirit of the Ocean" - das Buffet hält alles bereit was ein Schlemmerherz sich wünschen kann. Nach mehrmaligen Gängen und Labungen an Meeresfrüchten und den verschiedensten Fleischsorten, gibt es noch Kaffee und Kuchen, aber auch Käse und Früchte jeglicher Art zum Dessert.

Um 14:15 endet die Hafenrundfahrt und wir begeben uns zu Fuß, geführt von Sepp Schauer, zum Hotel zurück.

Um 17:00 Uhr Abfahrt zum AC Cabramatta mit Stop an der Oper für eine Fotosession.

20:00 Konzert im Club Cabramatta – ein eindrucksvoller Club mit riesiger Bühne. Hier treffen wir auf Auswanderer aus Nickelsdorf, Wallern und auch ein Jugendfreund meines Vaters aus Gols gibt sich zu erkennen. Ein herzliches Verhältnis zwischen Musik und Publikum, sowie eine ungemein freundschaftliche Atmosphäre bestimmen den Verlauf des Abends.

Sonntag, 26.11.2000

Vormittag frei – ich besuche mit meiner Frau und mit meiner Tochter das Aquarium.

13:00 Abfahrt in den Hubertus-Club zum Konzert. Dies ist der größte Club in dem wir auftreten, da er sich aus Österreichern, Deutschen und Schweizern gebildet hat. Das Konzert ist trotz des Nachmittag-Termins anständig besucht und auch die Verköstigung kann sich sehen lassen. Nach der Rückkehr ins Hotel geht wieder jeder seiner Lieblingsbeschäftigung nach – ich verzehre ein Portion Känguru-Lendchen und nachdem unsere Tochter Barbara wie jeden Tag brav eingeschlafen ist, machen wir es uns an der Bar gemütlich.

Montag, 27.11.2000

08:30 Abfahrt zum Featherdale Wildlifepark und den Blue Mountains. Obmann Paul Falb erinnert noch vorher alle daran, warme Sachen mitzunehmen, da es in den Bergen empfindlich kalt werden könnte. Ich ziehe also lange Jeans an und nehme zur Sicherheit auch noch meine Lederjacke mit.

Im Tierpark können wir wieder die Fauna Australiens bewundern und Kängurus, Wallabys und Koalas streicheln. Auch Schlangen darf man sich um den Nacken hängen, was aber nur von einigen wenigen in Anspruch genommen wird. In diesem Tierpark kann man eigentlich die ganze Tierwelt Australiens kennenlernen, vor allem die große Anzahl an verschiedenen Vogelarten ist erstaunlich. Nach ca. 1,5 Std geht es weiter zu den Blue Mountains. Das erste was mir auffällt - von Kälte keine Spur. Es ist um ca. 5°C kühler als in Sydney selbst - also hat es nur 28°C - schwitz, und danke Obmann.

Die Blue Mountains stellen einen Nationalpark im Osten des australischen Bundesstaates New South Wales dar, der 1959 eingerichtet wurde. Er befindet sich 75 Kilometer westlich von Sydney und ist mit einer Fläche von 2.457 km² der zweitgrößte Nationalpark dieses Bundesstaates. Das aus Sandstein bestehende Hochland, nach dem der Park benannt ist, erreicht bei 1.100 m seine größte Höhe und stellt einen Teil der Great Dividing Range dar, eines Gebirgszuges, der nahezu den gesamten Osten Australiens durchzieht. Die im Park befindlichen Berge erscheinen tatsächlich blau, was auf die ätherischen Öle zurückzuführen ist, welche die an den Hängen wachsenden Eukalyptuswälder an die Luft abgeben; diese Öle reflektieren das Sonnenlicht bzw. das Blau des Himmels. Die Flüsse Grose und Cox haben sich tief in den Sandstein eingegraben und zur Entstehung von zerklüfteten Tälern und Schluchten, Steilabfällen mit Wasserfällen, breiten Canyons sowie so bekannten Naturdenkmälern wie den Jenolan-Höhlen mit ihren Stalaktiten und Stalagmiten und den spektakulären Felsformationen der Three Sisters geführt. Der Nationalpark sichert nicht nur den Schutz dieses Sandsteingebirges, sondern auch der Schnabeltiere, Kängurus und anderer Tiere, die im Park leben. Die Blue Mountains sind seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugsgebiet für die Bewohner des nahe gelegenen Sydney.

Das Mittagessen nehmen wir in einem netten, kleinen Städtchen namens Leura zu uns. Wir besuchen noch einige wundervolle Aussichtspunkte und kehren dann in die Stadt zurück. Bevor wir uns ins Hotel begeben, besichtigen wir noch das Olympische Gelände und das olympische Dorf der Sommerspiele Sydney 2000.

Dienstag, 28.11.2000

08:00 Abfahrt zum Flughafen Sydney - hier haben wir die größten Schwierigkeiten mit unserem Übergepäck. Die Dame am Schalter lässt sich partout nicht dazu erweichen unsere "Big Silver" in die Maschine zu verladen. Nach längeren Diskussionen dürfen Sepp Schauer und ich uns die Mühe machen, den Fracht-Schalter zu besuchen und dem zuständigen Beamten die näheren Umstände und Zusammenhänge erklären. Nachdem zuerst von einer Gebühr von 1,00 AUD pro Kilo (das wären ca. 350,00 AUD = 3.000,00 ATS) für den Transport in der Frachtmaschine die Rede ist, macht gleich darauf sein älterer Kollege einen Pauschalpreis von 30,00 AUD pro Kiste (das wären 120,00 AUD = 1.100,00 ATS) aus, und nachdem sich die beiden noch 5 Minuten über unser Problem unterhalten, dürfen die "Big-Silver" sogar gratis mit, und das auch noch in der Passagiermaschine.

10:05 Abflug nach Brisbane - ruhiger Flug mit einer Boeing 737 und sanfte Landung nach 1 Std 25 Min am Flughafen Brisbane. Anschließend Sightseeingtour in einer wunderschönen Stadt. Brisbane (1,4 Mio Einwohner) ist die Hauptstadt des Bundeslandes Queensland (3,5 Mio Einwohner auf 1.727.200 km²) und Hochseehafen am Brisbane River in der Nähe der Moretonbai. Ein Kanal macht die Stadt für Seeschiffe zugänglich. Die Hafeneinrichtungen verfügen über Trockendocks und mehr als drei Kilometer lange Kais. Wolle ist die Hauptexportware. Weitere Handelsgüter sind tiefgekühltes Fleisch, Leder, Zucker, Milchprodukte, Mais und Kohle. Eisenbahnlinien verbinden die Stadt mit allen wichtigen Zentren Australiens sowie mit der umliegenden Region, die in den Bereichen der Landwirtschaft und des Bergbaues zu den produktivsten Regionen des Landes gehört. Brisbane ist ein bedeutendes Zentrum der Lebensmittel verarbeitenden Industrie, für Gerbereien, den Fahrzeugbau sowie für die Herstellung von Kleidung, Zigaretten, Schuhen und Maschinen. Das Stadtbild ist von breiten Straßen, zahlreichen Parks und vielen modernen Gebäuden geprägt. Zu den bedeutendsten gehören das Parlamentsgebäude, die Stadthalle, das Brisbane-Museum und die Gebäude der Universität von Queensland (gegründet 1910).

Brisbane war ursprünglich eine 1824 eingerichtete britische Strafkolonie. Sie wurde nach dem britischen Verwalter, Soldat und Astronomen Thomas Brisbane benannt, dem damaligen Gouverneur der angrenzenden Kolonie New South Wales. Brisbane wurde 1842 für freie Siedler geöffnet und 1859 zur Hauptstadt der neu geschaffenen Kolonie Queensland erhoben. Die Weltausstellung von 1988 fand in Brisbane statt, und zwar auf dem Gelände der South Bank Parklands. Nach dem Ende der Ausstellung funktionierte der Bundesstaat Queensland das Gelände in eine öffentliche Parkanlage um. Die Strände, Promenaden, Restaurants, Museen und zahlreichen anderen Attraktionen stellen ein beliebtes Reiseziel für Touristen dar, werden aber auch von den Bewohnern Brisbanes in ihrer Freizeit gern besucht. Ich persönlich finde es großartig. Nach einem Panoramablick vom Mount Coot-Tha auf Brisbane geht es zur Zimmervergabe ins Albert Parks Inn mit anschließender Poolfrequentierung. Wir gehen danach nach Chinatown und essen in einem hervorragenden Chinarestaurant zu Abend, und noch dazu preisgünstig, weil unser lieber Sepp Schauer aus dem Geschäftsführer wieder einen 10%igen Nachlass herausquetschen kann.

Mittwoch, 29.11.2000

09:30 Abfahrt nach Gold Coast - ein absolut traumhafter, goldener Sandstrand mit kristallklarem Wasser erwartet uns. Gold Coast ist eine Stadtgemeinde im Südosten von Queensland, entlang der Pazifikküste. Sie wurde nach ihren langen goldenen Stränden benannt und ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Australiens. Gold Coast (150.000 Einwohner) ist die zweitgrößte städtische Region in Queensland, nach der Hauptstadt Brisbane. Die Stadtgemeinde entstand durch die Zusammenlegung mehrerer Küstenstädte. Sie erstreckt sich über 50 Kilometer von Southport im Norden, bis Tweeds Head im Süden. Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Über zwei Millionen Besucher kommen jedes Jahr, um zu schwimmen, zu surfen und zu fischen. Es gibt zahlreiche Hotels, Restaurants und Diskotheken. Beliebt sind außerdem Aquarien mit Hai- und Delphinschauen, wie sie z. B. Sea World bietet. Der beliebteste Strand ist Surfers Paradise mit einem großen Casino und einer internationalen Autorennstrecke.

Nun haben wir den ganzer Tag Zeit zu baden, und nach einem Einkaufsbummel im überdimensionalen Einkaufs-Center Pacific-Fair geht es zum Albert Waterways Communitiy Centre zum Konzert für den Austrian Australian Curling Club Gold Coast.

Es soll dies das heißeste Konzert der ganzen Tournee werden, und zwar aus dem Grund weil in der Konzerthalle die Klimaanlage ausgefallen ist. Bei einer Nachttemperatur von 26°C kann man da noch ganz schön ins Schwitzen kommen. Aber da wir solche Temperaturen auch von den pannonischen Sommern gewöhnt sind, nehmen wir den Kampf gegen die Hitze auf und das Publikum dankt uns mit großzügigem Beifall.

23:30 Abfahrt ins Hotel.

Donnerstag, 30.11.2000

09:30 Abfahrt nach Fraser Island. Stop in der Big Pineapple Ananas-Plantage nahe Woombye von 11:15 bis 12:00. Während einer Fahrt mit dem Plantagenzug werden wir in die Geheimnisse des Ananasanbaus und der Ernte eingeweiht.

15:00 Ankunft in Hervey Bay - Gepäckverladung auf Fähre "Kingfisher 2" - 16:00 Uhr Überfahrt (45 Min) nach Fraser Island (Kingfisher Bay Resort mitten im Dschungel) - Einweisung in die Hotelordnung und Zimmervergabe.

Freitag, 01.12.2000

08:30 Abfahrt zur Eco-Tour (27 Personen) über die Insel. So wie in den Blue Mountains hört man auch hier, dass sich Obmann Paul Falb wieder Sorgen um die Gesundheit der Teilnehmer machen würde, und geraten hätte, festes Schuhwerk mitzunehmen - man freut sich über diese Fürsorglichkeit und wechselt noch schnell die Schuhe.

Fraser Island gehört zu den einmaligen Erlebnissen in Australien, die man gesehen haben muss. Außer einigen Felsformationen besteht die Insel gänzlich aus Sand. Sie ist 110 km lang und zwischen 7 und 23 km breit, und damit die größte Sandinsel der Welt. Die Sandhügel der Insel, die ca. 400.000 Jahre alt sind, sind bis zu 240 m hoch. Auf der Insel haben sich subtropischer Regenwald und Mangroven auf der Westseite sowie Heideland und offene Wälder auf der Ostseite erhalten. Gelegentlich kann man Buckelwale vor der Insel sehen. Dingos streifen durch die Wälder und kommen sogar bis an den Pool im Kingfisher Bay Resort. Es gibt über 40 Süßwasserseen auf Fraser Island, von denen einige deutlich über dem Meeresspiegel liegen. Große Teile von Fraser Island sind Naturschutzgebiet innerhalb des Great Sandy-Nationalpark. Seit 1992 ist die Insel in die World Herritage List aufgenommen. Bevor die Europäer die Insel eroberten, lebten dort mehrere tausend Ureinwohner.

Zunächst bedanken wir uns gleich wieder bei unserem Obmann für den Rat mit den geschlossenen Schuhen, welche schon bei den ersten Schritten mit Sand gefüllt sind. Es stellt sich heraus, dass dieser Rat eigentlich nur ein Scherz war, um unseren Kollegen Walter Denk wegen seiner Schlangenphobie zu hänseln - jedoch von diesem sogleich an sämtliche Tour-Teilnehmer weitergegeben wurde - nochmals danke Obmann. Bei der erstbesten Gelegenheit entledigen wir uns unserer Schuhe und laufen den ganzen Tag barfuß im Sand.

Wir bewundern Sanddünen, die Coloured Sands (eine Formation aus verschiedenfärbigem Sand – man kann bis zu 27 verschiedene Farben unterscheiden), Eli Creek (Süßwasserbach neben Strand, auf welchem sich einige von uns eine kleine Strecke von der Strömung treiben lassen), das Schiffswrack der Maheno (ein tasmanisches Schiff, welches 1935 durch einen Zyklon an den Strand geworfen wurde), Wanderung durch den Regenwald, Baden im Lake McKenzie (Süßwassersee mit kristallklarem Wasser und dem weißesten Sandstrand den man sich vorstellen kann), der See liegt wie ein Teller auf der Insel und wird nur durch Regenwasser gespeist. Das Versickern des Wassers im Sand wird durch eine wasserundurchlässige Schicht, Coffee-Stone (ein Conglomerat aus Sandstein und organischem Material, wie Blätter, Gras und Baumrinde) genannt, verhindert. Dieser Tag ist sicher das unvergesslichste Erlebnis unserer Australienreise.

17:15 Rückkehr in Hotel

18:30 Konzert für eine Stunde in der Lounge. Danach spendiert die Hotelführung Sandwichs, Wein und Bier bis zum Abwinken. Manche vergessen aber wieder ganz aufs Winken.

Samstag, 02.12.2000

07:40 Fähre vom Kingfisher Bay Resort nach Hervey Bay. Warten auf den Bus (die Busgesellschaft hat sich um einen Tag geirrt und wollte den Bus erst am Sonntag schicken) – man muss aber zur Rettung der Ehre von Sepp Schauer sagen, das dieser Fehler nicht in seinem Bereich lag und es auch die einzige Panne der gesamten Reise war.

11.15 Abfahrt an die Sunshine Coast nach Maroochydore (Novotel Twin Waters Resort) über Noosa. Das Resort stellt sich als riesige Hotelanlage mit Pool und Lagune dar, wo den Betätigungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt sind. Einige Schritte hinter der Lagune erstreckt sich die Mudjimba Beach mit der vorgelagerten Mudjimba Insel (auch Old Woman Island genannt). Die Zimmer werden bezogen und die Gegend in näheren Augenschein genommen. Es gibt nichts, was hier nicht passen würde.

Zum Abendessen wird ein Buffet angeboten, das mein Herz höher schlagen und meine Magenwände beinahe platzen lässt. Der Rest des Abends wird gemütlich an der Bar verbracht.

Sonntag, 03.12.2000

Nach ausgiebigem Frühstück wird die Zeit genutzt um zu baden, zu entspannen und die vergangenen Tage der Reise noch einmal Revue passieren zu lassen - und schön langsam muss man sich auch schon auf den Rückflug vorbereiten. Sepp Schauer lädt mich mit meiner Familie auf eine Rundfahrt durch das Hinterland ein. Da man nicht den ganzen Tag in der Sonne liegen kann (nicht in Australien), und da wir sowieso noch einige Besorgungen (Souvenirs) zu machen haben, nehmen wir das Angebot mit Freuden an. Wir fahren über Palmwoods nach Montville, nehmen in Mapleton eine original britische Tee-Jause zu uns, und werfen bei Maleny noch einmal einen Blick auf das herrliche Panorama der Glass House Mountains. Nachdem wir zuerst Aussie World und danach in Maroochydore das Einkaufszentrum nach Plüsch-Kängurus durchstöbert haben, geht es wieder zurück ins Twin Waters Resort. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang durchs Resort-Gelände und begeben uns anschließend an den Pool.

Zum Abendessen gibt es wieder Buffet – ähnlich wie das des Vortages, und genauso deliziös.

Montag, 04.12.2000

Nach dem Frühstück machen wir einen Spaziergang am Strand und besuchen anschließend den Pool. Man nimmt noch die Gelegenheit wahr auf dem Postamt (!) einen authentischen Didjeridoo (von Termiten ausgefressen und mit originaler Aborigines-Malerei) zu erstehen. Dazu begeben sich Wendi, Hansi (Habersack), Bernd (Gludovatz) und ich per Taxi nach Mooloolaba. Nach einiger Feilscherei fallen auch noch ein paar Bumerangs ab.

Um 19:00 Konzert (1 Std) vor dem Hotel-Pool, mit anschließendem Würstchenessen und Biertrinken.

Dienstag, 05.12.2000

11:00 Abfahrt zum International Airport Brisbane.

Das Einchecken und die Formalitäten für die Wiederausfuhr unserer Instrumente und Verstärkeranlage gehen rasch vonstatten, auch unsere "Big-Silver" stellen kein Problem mehr dar. Die Verabschiedung von Sepp Schauer fällt dagegen nicht so leicht. Er, der uns in den letzten 20 Tagen, so aufopfernd und hingebungsvoll betreut und begleitet hat, und uns dadurch auch ans Herz gewachsen ist, wird uns sicher in guter Erinnerung bleiben – und ich vertraue darauf, dass wir uns in der nächsten Zeit einmal wiedersehen.

15:15 Abflug mit einer Boeing 777 der Malaysia Airlines über Kuala Lumpur nach Wien - und wir merken schon jetzt:

"Australien ist ein Land nach dem man Heimweh bekommt".

 

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